Plastikfrei im Bad

Im letzten Beitrag hab ich ja euch schon geschrieben, wie bei mir alles begann und auch ich bin immer noch am Anfang….

Aber das Bad ist doch schon ein kleine bis mittelgroße Herausforderung….

Und wo fange ich an???? Bestandsaufnahme, was ist im Bad alles Plastik oder ist plastikverpackt? Da wäre unsere elektrische Zahnbürste und Munddusche – hierfür muss ich gleich dazusagen, DAS kommt auf keinen Fall weg, da lass ich mich auch nicht auf eine Diskussion ein (das meinte ich im letzten Beitrag damit, es muss in den Alltag, in die Familie und ins allgemeine Umfeld passen, es bringt nichts, sich zu verbiegen, da ist der Versuch groß, alles wieder aufzugeben!)

Machen wir weiter…., Zahnpasta, Zahnseide, Zahnputzbecher, alles Plastik!! Das Einzige, was ich ausgetauscht habe, ist der Zahnputzbecher, der ist jetzt aus Keramik, mit dem Austausch der Zahnpasta bin ich noch am überlegen und recherchiere gerade – da gibt’s Zahnpasta am Stiel?? eine Freundin benutzt Zahnpulver und lässt das ganze im Mund, und spuckt es nach einigen Minuten wieder aus. Sorry, ich kann mich damit (noch)nicht anfreunden.

Lamazuna-dentifrice-solide-menthe-ambiance1_preview

Gehen wir weiter: Tagescreme, Schminke, Deo, Kontaktlinsen inkl. Pflegemittel, Bürsten, Rasierer.

Und erst in der Dusche!!! Shampoo, Duschgel, Rasierschaum…. auf der Toilette sah es nicht besser aus. Klobürste, Toilettenpapier, Tampons, Slipeinlagen ….

Mir rauchte der Kopf. Ich fing an zu überlegen – wenn ich das Duschgel weglasse, was kann ich stattdessen hernehmen? Shampooseife und Stückseife und das am besten noch im Seifensäckchen, damit die Seife nicht davonflutscht. Okay das war einfach, zumal ich die Sachen auch noch im Lager hatte. Jetzt muss ich noch dazusagen, meine beiden 11-u. 13jährigen Pupertiere ziehen bei meinem Projekt noch nicht wirklich mit, die dürfen auch das Duschgel und Shampoo noch aufbrauchen. Unser Lieblings-Trotzkind hat keine Wahl, aber sie liebt ihre Stückseife von Saling Natur.

9204_einzeln

Jetzt wird’s kritisch: mein Deostick hab ich mittlerweile in eine Deocreme im Glas eingetauscht, als nächstes möchte ich eine eigene Deocreme herstellen (da sind wir dann aber schon im „Fortgeschrittenen Level“), meine (Plastik)Cremedose ist leer und ich weigere mich, neue zu kaufen, also nehme ich die von meinem Mann her. Schminke ist bei mir dünn gesät, bis vor kurzem habe ich Kajal hergenommen, aber der war aufgebraucht und ich habe keinen Neuen gekauft…., es geht auch ohne, aber eine Alternative wäre nicht schlecht, ich bin auf der Suche…. Wattestäbchen sind noch aus Plastik, aber nicht mehr lange, welche mit Pappstiel stehen in den Startlöchern.

Was hab ich vergessen? Ach ja, das Klo!!!! die Klobürste ist aus Plastik, bzw. Silikon und hat keine Borsten, sondern eher Noppen, die behalte ich auch. Mit der kann man spitzenmäßig die Toilette putzen und nach Bedarf spüle ich sie mit heißem Wasser. Toilettenpapier habe ich noch nicht unverpackt gefunden, aber wenigstens nehmen wir schon die her mit dem „Blauen Engel“-Siegel. Monatshygiene ist mittlerweile auch tabu, ich benutze Slipeinlagen aus Stoff.

1813

Fazit: so wirklich ist noch nicht viel passiert, aber es ist ein Anfang. Das Problem mit der Zahnpasta muss ich angehen, eine Gesichtscreme und einen Kajalstift brauche ich auch.

Jetzt fallen mir noch Dinge ein wie Haarfestiger, Haargel, Rasierschaum – benutzen wir alles nicht, ich benutze einen Mehrwegrasierer (die Rasierklingen kaufe ich nach, aber da braucht es lang, bis ich sie auswechsle) und schäume mit Seife auf. mein Mann ist „Trockenrasierer“.

Ich freue mich, wenn ganz viele von euch den Beitrag lesen und vielleicht hat der eine oder andere einen Tipp für mich, das wäre klasse.

Als nächstes Projekt steht bei mir an: Waschmittel selbst herstellen, das Rezept habe ich von Utopia – ich werde berichten.

Eure Tina

Nachhaltig leben – wie fange ich an?

Schon seit einiger Zeit beschäftigt mich dieses Thema und habe auch in meinem Shop eine eigene Kategorie dazu angelegt.

Diese Plastiktüten in den Geschäften und Supermärkten, die große Anzahl an gelben Säcken aller 4 Wochen vor der Tür regten mich auf. Aber eigentlich fing alles an mit meiner 1. Tochter Vivienne 2006, als ich schon in der Schwangerschaft anfing, mich über Stoffwindel zu beschäftigen. Ich war nicht bereit, die stinkigen Dinger 2 Wochen in einer Tonne aufzubewahren und dafür auch noch Müllgebühr zu zahlen. Meine Oma erklärte mir den Umgang mit Stoffies á la Mullwindel, den Rest holte ich mir aus dem Internet.

disana_sparset

Wenn man mit Stoffwindel wickelt, fällt dann logischerweise der Weichspüler weg, der Weg zu ökologischem Wasch- u. Reinigungsmittel war dann nicht mehr weit. Jetzt kann ich mir das gar nicht mehr anders vorstellen und penetrant parfümierte frische Wäsche auf der Leine (oder wenn irgendwo ein Trockner läuft), ist mir ein Gräuel.

Irgendwann wurde der Berg von Plastiktüten daheim immer größer, also fing ich an, wieder verwertbare Taschen aus Stoff oder recyceltem Plastik zu kaufen, das ist jetzt schon einige Jahre her und sie sind immer noch immer in meinem Besitz. Die liegen im Kofferraum meines Autos, damit ich sie beim Großeinkauf nicht vergessen, für kleinere Einkäufe im Dorf nehme ich meinen Korb.

Das Thema Einkaufen ist so eine Sache und die Industrie macht es uns nicht einfach, daher vermeide ich es, im Discounter einzukaufen, denn dort ist wirklich ALLES eipackelt. Daher kaufe ich Obst und Gemüse grundsätzlich lose (auch ohne die blöde Plastiktüte, da werd‘ ich oft schief angeschaut an der Kasse). Milch und Joghurt kaufe ich nur in der Flasche bzw. Glas.  Über weitere Tipps und Tricks bin ich sehr dankbar!!!

Ich möchte aber auch darauf hinweisen, dass ich immer versuche, dass Nachhaltigkeit in mein/unser Familienleben passt und es geht nicht alles von heute auf morgen! Nachhaltigkeit bedeutet z.B. auch, keine Essen wegzuschmeißen bzw. Reste gut zu verwerten.

Und im nächsten Beitrag erzähle ich Euch, wie ich mein Bad und meine Küche umkremple!

 

Eure Blitzisonett_hauspflege_s